Früherkennung und Behandlung von auditiven Verarbeitungs- und Wahrnehmungsstörungen

Das Seminar setzt bei der intrauterinen auditiven Wahrnehmung an, hebt die Bedeutung der Mutterstimme hervor und spannt den Wissensbogen über die auditive Exploration im zweiten Lebensjahr bis hin zu den Rollenspielen junger Kinder. Es schließt mit Reflexionen zum Bindungsverhalten im therapeutischen Setting.

Gezielte Beobachtungen zur Stimmbildung in der Säuglingsentwicklung und zum Verhalten bei auditiver Exploration ermöglichen Rückschlüsse auf die sensorische Verarbeitung, noch bevor sich Kommunikations- und Teilleistungsstörungen etablieren. Der Behandlungsansatz bezieht frühe Kommunikationsmuster ein und plädiert für das Nachholen der auditiven Explorationsphase als Baustein des sensorischen Gedächtnisses. Aktive Übungen regen zur auditiven Selbstwahrnehmung an. Die auditiven Materialien setzen kein Sprachverständnis voraus.

Sie sind zur Frühbehandlung, sowie für unruhige Kinder mit Aufmerksamkeitsdefizit im Vorschul- und Grundschulalter geeignet. Auditive Wahrnehmungsförderung ermöglicht einen unmittelbaren Zugang zu geistig und mehrfachbehinderten Menschen mit und ohne Autismusspektrum.



Inhalte

  • Die pränatale und präverbale Entwicklung der auditiven Wahrnehmung
  • Die Bedeutung der Mutterstimme und der präverbalen Kommunikation
  • Die auditive Explorationsphase und ihre Bedeutung für Orientierung und Verhalten
  • Die Schlüsselfunktion des Rollenspiels zur sozio-emotionalen Kompetenz
  • Risikofaktoren und Symptome auditiver Verarbeitungsstörungen im Säuglings-, Kleinkind- und beginnenden Schulalter
  • Auditive Wahrnehmung im Kontext von Hochsensibilität und ADS
  • Kriterien zum Erkennen auditiver Verarbeitungs- und Wahrnehmungsstörungen
  • Entwicklungsbiologisch basierte Förderung auditiver Wahrnehmung und auditiver Exploration
  • Personenzentriertes, kommunikatives Verhalten im therapeutischen Setting